Techniken der Wandmalerei

Cadilac Cadilac

Seccomalerei

(Trockenmalerei) von italienisch „al secco“ (aufs Trockene).

Im Mittelalter fanden vor allem Kalk-, Kasein- und Temperafarben Verwendung, später auch Öl- und Silikatfarben. Kalk- und Kaseinfarben verlangen keine Vor - behandlung des Verputzes, wie das bei anderen Techniken erforderlich ist.

Das weltweit sicher berühmteste Secco-Gemälde ist Leonardo da Vincis Abendmahl.

Steingeländer Steingeländer

 

Trompe-l´oeil

(frz. „täusche das Auge“, von tromper „täuschen“ und l´œil „das Auge“)

ist ein illusionistisches Gemälde, das mittels geschickter perspektivischer Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit vortäuscht. Wand- und Deckenmalereien, die mit perspektiv - ischen Mitteln eine scheinbare Vergrößerung der jeweiligen Architektur und einen Ausblick auf Phantasielandschaften erzeugen.

Die ältesten erhaltenen Beispiele von Illusionsmalerei kennt man aus Pompeji.

Kuppelfresko der Wieskirche – Johann Baptist Zimmermann (1745-1754) Kuppelfresko der Wieskirche – Johann Baptist Zimmermann (1745-1754)

Freskomalerei oder Frischmalerei

(it.: al fresco, „affresco“ = ins Frische)

ist eine Form der Wandmalerei, bei der die Farben auf den frischen, noch feuchten Putz aufgetragen werden und sich so unlöslich mit dem Untergrund verbinden. Das fertige Wand- oder Deckenbild wird das Fresko oder die Freske genannt.

Sgraffito Sgraffito

Sgraffito

(Kratzputz, selten auch Scraffito geschrieben)

wird aus dem italienischen „sgraffiare“, zu Deutsch kratzen, abgeleitet. Es handelt sich dabei um eine Technik zur Bearbeitung von Wandflächen durch die Auflage verschiedenfarbiger Putzschichten. Wurde besonders in Italien im 16. Jahrhundert angewandt. Sgraffito wird zu den Stucktechniken gezählt.

Analog dazu nennt man auch "Kratztechniken" in anderen Malarten Sgraffito, z. B. in der Aquarellistik.

Heute werden in der Wandmalerei modernere Farben verwendet. Neben Silikatfarbe sind Acryl- und Dispersionsfarbe sowie neu entwickelte Silikonharzfarbe in Gebrauch.